Pressemitteilung der CDU-Landtagsfraktion: 30 Jahre Partnerschaft mit Eastern Cape – jetzt auch kulturell mehr daraus machen

Die CDU-Landtagsfraktion fordert, die seit mehr als 30 Jahren bestehende Partnerschaft Niedersachsens mit der südafrikanischen Provinz Eastern Cape stärker für den kulturellen Austausch zu nutzen.

„Wir müssen nicht bei null anfangen. Die Kontakte sind da, es gibt Erfahrungen und es hat bereits gute gemeinsame Kulturprojekte gegeben. Aber aus diesen Einzelprojekten ist bislang keine verlässliche und dauerhafte kulturelle Zusammenarbeit entstanden“, erklärt die kulturpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Martina Machulla, anlässlich der abschließenden Beratung des CDU-Antrags im Niedersächsischen Landtag.

Nach Angaben der Landesregierung wurden in den vergangenen zehn Jahren 23 Kulturprojekte mit dem Eastern Cape mit insgesamt 169.600 Euro aus Landesmitteln gefördert. Für 2026 befindet sich dagegen unter den eingereichten Kulturprojekten kein einziges Kooperationsprojekt mit dem Eastern Cape.

„Nach mehr als 30 Jahren Partnerschaft ist das ziemlich überschaubar. Eine Förderrichtlinie ist noch keine Strategie, und ein gelungenes Einzelprojekt ist noch keine dauerhafte Partnerschaft“, so Machulla.

Besonders bemerkenswert sei eine Aussage des Ministeriums in der Ausschussberatung. Dort sei erklärt worden, dass für bestehende Fördermöglichkeiten nicht offensiver geworben werden könne, weil der finanzielle Spielraum fehle, um auf eine erhöhte Nachfrage reagieren zu können.

Machulla: „Das ist eine merkwürdige Situation: Es gibt Fördermöglichkeiten, aber das Land kann nicht offensiver darauf aufmerksam machen, weil sie sonst möglicherweise stärker nachgefragt werden. Das kann auf Dauer nicht die Antwort sein.“

Die CDU fordert deshalb unter anderem, Kulturinstitutionen in Niedersachsen und Südafrika stärker miteinander zu vernetzen, Austausch- und Residenzprogramme weiterzuentwickeln und gemeinsame Projekte von Museen, Theatern und anderen Kultureinrichtungen zu erleichtern. Dabei sollen auch Stiftungen, Unternehmen und weitere private Partner stärker einbezogen werden.

„Wir verlangen keine neue Behörde und kein millionenschweres Programm. Das Land muss auch nicht selbst bestimmen, wer mit wem ein Kulturprojekt auflegt. Aber es kann Kontakte vermitteln, Türen öffnen und gerade kleineren Kulturträgern helfen, Partner und Fördermöglichkeiten zu finden“, erklärt Machulla.

„Eastern Cape ist seit 1995 unsere Partnerprovinz. Es wäre deshalb kein revolutionärer Schritt, die kulturelle Zusammenarbeit jetzt systematischer weiterzuentwickeln. Es wäre schlicht der nächste vernünftige Schritt. Die Grundlage ist da – wir sollten sie endlich besser nutzen.“

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